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Wie auf rotem Samt gebettet schaut der Betrachter auf den Anfang eines Menschenlebens. Für das Kleinkind wird alles, was es jetzt sieht, einmal in unverbundene Bilder zerfallen. Ein roter von Leere federnder Raum. Schatttenwürfe werden nur angedeutet. Hintergrund und Untergrund sind fließend. Wie eine Miniatur wirkt das Kleinkind verglichen mit den flüchtigen Goldspuren. Gold verkörpert Kostbarkeit und durch die limitierte globale Menge wird auch die Endlichkeit allen Lebens erfahrbar. Der kostbare funkelnde Stoff ist vor Millionen Jahren in Sonnenexplosionen entstanden. Doch auch das nackte kleine Geschöpf ist aus Sternenstaub. Menschen, Tiere Pflanzen und Luft bestehen aus “Asche” längst erloschener Sterne. Wir werden von einem Taumel erfasst, wenn wir daran denken, mit welcher banalen Selbstverständlichkeit sich ein Tennisball in einem Spiel hin und her bewegt.

Anton mit Blattgold
Öl auf Leinwand
30 x 42 cm
2009